Monday, March 31, 2008

(2) Was wollen die User erreichen?

Diese Leute wollen entlastet sein vom ständigen Stress noch mehr Information noch schneller zu verarbeiten.
Zugleich wollen diese Leute möglichst viel Information erhalten und verarbeiten, aber entspannt, ohne sich quälen zu müssen. Das ist widersprüchlich, aber genau dieser permanente Widerspruch prägt die alltägliche Erfahrung.

Diese Leute wollen mit jeder Information, die sie einmal in ihren Kopf gelassen haben, irgendetwas Sinnvolles anfangen. Irgendetwas soll damit weitergehen, um ihnen langfristig irgendwie zu nützen: durch konkrete Vorteile, die sie daraus ziehen können, oder einfach durch mehr Orientierungswissen, das zu besseren und schnelleren Handlungen und Entscheidungen beiträgt.

Die Leute wollen, dass einmal aufgenommene Information auch da bleibt, ohne zu belasten. Sie soll immer genau dann greifbar sein, wenn sie benötigt wird -- sei es durch Erinnerung oder durch ein externes system der Vergegenwärtigung.

Die Leute wollen einen Filter, der "Spam" aussondert, ungeordnete Information vorstrukturiert und hierarchisiert, aber nicht restriktiv vorenthält.

(1) Wer sind die User?

Alle Leute, die viel Information über PCs, Laptops und Mobiltelefonen aufnehmen - täglich oder beinahe täglich.
Alle Leute, die das Gefühl haben, mit zuviel und zu sehr zersplitterter Information zu tun zu haben.
Alle Leute, die mit dieser Information irgendetwas anfangen müssen oder wollen, aber oft nicht genau wissen was und wie.
Alle Leute, die während ihrer normalen Tätigkeiten das unangenehme Gefühl haben, sie sollten sich auch noch mit anderer Information intensiver beschäftigen.

Design-Fragen

Wer sind die User?
Was wollen sie erreichen? Warum?
In welchem Kontext sind sie? Warum?
Welchen Zwängen und Beschränkungen unterliegen sie?
Wer ist noch in diesen Prozess einbezogen? Warum?
Welche Methoden benutzen sie heute stattdessen? Warum?
Welche Worte benutzen sie? Warum?

Deisgn is ...

... Design is enabling-by-constraint. It is defining and building a structure for a [product] that is enabling-by-constraint special forms of "use".

Design becomes part of the [product], inasmuch the "use" itself is fed back into the machine and creates additional functionality of the [product] itself that attracts further use, and so on.

- Visual design is just using consumer attention feedback for selling the product. It is not part of the product as long as this is done "outside". But as products [items] become brands [complex physical-human feedback machines], design becomes a substantial part of the product itself.
- Architectural design is creating "use" which is feeding back basic vitality into the architectural shell, and so on.
- Software Design is enabling-by-constraint data flows in way that certain complex requirements are executed well.
- User Experience Design is enabling-by-constraint user interactions that can be used a Soylent Green for nurturing and fuelling the machine.

lower case semantic web

"lower-case semantic web" is simple semantics with microformats, don't try to "define the world", small pieces loosely joined, add semantics to today's web rather than create a future web, user centric design, humans first, machines second, "people are helping to create metadata". (tantek)

so the MicroWeb is a sort of lower case semantic web.

how does this integrate with kingsley idehen's "Linked Data Web", which replaces "semantic" with "linked" and puts the focus on the fact that this Web will not acting at the level of "documents" with "URL"s, but data objects/entities with URIs?

isn't the MicroWeb based on a kind of "documents" that at the same time ARE linkable data objects? like "microcontent/microformat chunks", both human-usable and machine-usable.

Media / Micromedia: Arbeitsdefinition

MM sind digitale Medien, die optimiert sind für die Übertragung und Zirkulation von Mikro-Inhalten.

"Medien" ("Media") sind hier zu verstehen als (relativ) geschlossene Systeme, die Zeichen und Symbole prozessieren und sich so um eine besondere Technologie herum auskristallisieren, dass 'harte' und 'weiche' Faktoren in komplexen Rückkopplungsprozessen eng aufeinander bezogen sind: Es besteht eine permanente gegenseitige Beeinflussung zwischen Hardware (Devices bzw. Clients), Übertragungsformate und -protokolle, Interfaces, medialen Inhalte, Nutzerrollen und Nutzungspraktiken. Weder sind also solche Medien/"Media" bloßes Medium/"Werkzeug" für menschlich-kulturelle Absichten, noch sind die Menschen bloß "Nutzer" oder "Bediener" des technischen Systems -- sie werden zum Bestandteil des komplexen Mediensystems. Solche "Media"-Systeme sind bisher "das Web", TV, neuerdings Mobiltelefonie, zunehmend aber auch sich ausdifferenzierende Sub-Systeme(xxx). Sie sind systematisch klar zu unterscheiden von Medien als bloßen "Mitteln zur Übertragung", wobei im übrigen die Grenzen niemals klar zu bestimmen sind. (Sogar die Telegraphie bildete durch technisch-sozial-kognitive Rückkopplungeine Art "Media-System" aus.)

MM sind also komplexe Systeme, die (1) um die Übertragung von Mikro-Inhalten herum entstehen und (2) zu neuen Systemen der Zirkulation führen, und zwar jeweils (a) auf der technischen und (b) auf der humanen Ebene.

(1) Erst einmal geht es darum, möglichst kleine "Botschaften" zum Element zu machen.
(1a) technisch: Anfangs, weil eine Technologie nichts anderes zulässt (frühe PCs, SMS),
(1b) kulturell/sozial/kognitiv: dann, weil die neue Struktur der Aufmerksamkeit auf komplex sich überlagerndes Microtasking angewiesen ist (notgedrungen oder emphatisch = Gewinn eines "Raumgefühls").
(2) Dadurch entstehen neue Systeme der Zirkulation:
(2a) technisch: Es entsteht eine elektronisch-digitale Infrastruktur, die eine völlig neue Qualität von Feedback ermöglicht - dadurch entstehen Zirkulationssysteme, die es vorher nur auf einer sehr viele langwelligeren und abstrakteren Ebene gab - Beispiel Reformation, Yellow Press und Firmen-Workflows;
(2b) kulturell/sozial/kognitiv: diese Feedback-Effekte erzeugen durch ihre schiere Anzahl und Dichte ein qualitativ neues System der Zeichen-Zirkulation und damit der Kommunikation (von Call-ins via Blogosphere bis zu Twitter Mobs).

Friday, March 28, 2008

MicroPulse Radio

man könnte natürlich den Pulse auch wirklich buchstäblich für webradio verwenden.

man wirft einen titel, wie in MixWit, in den pulse. da ist er dann, in der queue, die abgespielt wird, wenn der pulse kommt.
default vielleicht: 3 stücke hintereinander. oder wirklich nur je 1.
dazu einzustellen: "heavy rotation" (5 wiederholungen), medium rotation (3x), quick scan (1x)

der sinn wäre dann, dass man bestimmte stücke "studiert", also gezielt hört, nicht als wallofsound.
also vielleicht die aktuellen favoriten aus irgendeinem webradio da hinein, in einen loop, der die aktuellen 10 stücke hat.
die wieder raten, taggen und in rss-lists = playlists schicken.

ich würde jetzt Ragoo von der neuen KingsOfLeon hineintun wollen.